Dipl.-Psychologe Thomas Wäschenbach

Psychotherapeutische Praxis in Wiesbaden



Was ist Psychotherapie?

Unter Psychotherapie versteht man die Behandlung seelischer Probleme mit Hilfe wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren. Zu seelischen Problemen zählen Störungen der Wahrnehmung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen und der Körperfunktionen.


Welche Psychotherapieverfahren werden von den Krankenkassen bezahlt?

Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Die Verfahren sind historisch aus unterschiedlichen Herangehensweisen entstanden. Die Psychoanalyse ist von Freud begründet worden, aus ihr sind auch die tiefenpsychologisch fundierten Therapieverfahren hervorgegangen. Die Verhaltenstherapie hat einen naturwissenschaftlichen, lerntheoretischen Hintergrund und wurde zunächst mit Hilfe experimenteller Methoden entwickelt, später um kognitive sowie gesprächstherapeutische Verfahren ergänzt. Auf dem Boden eines humanistisch und ressourcen­orientiert geprägten Menschenbildes werden die Eigenverantwortung und Selbsteffizienz des Patienten gefördert.

Die Therapien unterscheiden sich in der unterschiedlichen Ausprägung spezifischer therapeutischer Wirkprinzipien.


Versichertenkarte und Praxisgebühr

Wenn Sie gesetzlich versichert sind und die Behandlung von der Krankenkasse getragen wird, ist zu Beginn und in jedem Behandlungsquartal (Vierteljahr) die Vorlage der Versichtertenkarte notwendig. Zusätzlich ist entweder die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Überweisung ihres Hausarztes oder eines Facharztes mitzubringen. Sie können aber auch direkt die vorgeschriebene Praxisgebühr von 10 € entrichten. Falls Sie von der Praxisgebühr befreit sind, bringen Sie bitte die entsprechende Bescheinigung ihrer Krankenkasse mit.


Was ist Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie orientiert sich - wie kein anderes Verfahren - an naturwissen- schaftlichen Grundlagen. Sie stellt sich wissenschaftlichen Wirksamkeitsuntersuchungen und entwickelt sich beständig weiter.
Die Verhaltenstherapie (VT) soll menschliches Leiden lindern und die Handlungsfähigkeit erweitern. Sie beinhaltet Veränderungen der sozialen Umgebung und der sozialen Interaktion. Das Ziel ist die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten, die zu einer besseren Selbstregulation führen sollen. Charakteristisch für die VT ist die Konzentration auf gegenwärtige statt auf vergangene Handlungsdeterminanten, ohne diese jedoch in der Analyse der Problementstehung zu vernachlässigen. Somit liegt der Schwerpunkt auf beobachtbarem Verhalten und dessen Veränderung.


Was wird in einer Verhaltenstherapie behandelt?


Wie läuft eine Verhaltenstherapie ab?

Zu Beginn einer Verhaltenstherapie machen wir eine gemeinsame Analyse der Probleme, aber auch bestehender Kompetenzen und Stärken ("Ressourcen"), die Ihnen bislang geholfen haben. Die eigenen Ressourcen sind vielen Menschen oft noch gar nicht so deutlich.

Wesentlich ist auch die Klärung Ihrer Ziele, also was im Positiven verändert und erreicht werden soll. Auch Ihre Lerngeschichte untersuchen wir gemeinsam auf Zusammenhänge zu heutigen Problemen und Stärken.

Ein weiterer Aspekt ist, sich über die Funktion, die ein Problem in Ihrem Leben möglicherweise hat, Gedanken zu machen.

Mit "Verhalten" ist nicht immer nur das sichtbare Handeln eines Menschen gemeint, sondern es sind auch innere Prozesse wie Gefühle, Gedanken, physiologische Abläufe angesprochen. Für alle diese Bereiche gibt es in der so genannten multimodalen Verhaltenstherapie ein großes Spektrum an bewährten methodischen Bausteinen.

Beispiele dafür sind:

Grundsätzlich liegt der Fokus in der Verhaltenstherapie darauf, Ihnen Fähigkeiten zu vermitteln, die Sie hier und jetzt benötigen, um Ihre Probleme möglichst eigenständig zu lösen.

Dazu ist eine tragfähige Beziehung zwischen Ihnen und mir als Therapeut wesentlich, um erfolgreich etwas zu verändern.

Weitere Informationen: www.verhaltenstherapie.de und www.dgvt.de




Mein Praxisraum

Mein Praxisraum

Die ersten Gesprächstermine

Zunächst vereinbaren wir telefonisch einen Erstgeprächstermin. Eine Therapiesitzung dauert 50 Minuten. Sie haben die Möglichkeit, vor Therapiebeginn bis zu fünf Probestunden (sogenannte probatorische Sitzungen) durchzuführen. Es ist auch möglich, bei mehreren Therapeuten Probesitzungen zu absolvieren. Sie können sich in dieser Phase darüber klar werden, ob Sie sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit mir vorstellen können.

In dieser probatorischen Phase werden neben dem Anlass für die Therapie Ziele und Erwartungen besprochen und es wird eine sogenannte Anamnese - Krankheitsvorgeschichte - erhoben. Dabei kommen auch Verfahren der psychologischen Diagnostik zur Anwendung. Parallel dazu wird bei Ihrem Hausarzt, Psychiater o.ä. ein sogenannter Konsiliarbericht angefordert. Darin ergänzt der Arzt Informationen über Ihren körperlichen Zustand.

Danach wird bei der jeweiligen Krankenkasse bzw. Beihilfestelle die Kostenübernahme der Psychotherapie beantragt; in der Regel zunächst für 25 Sitzungen (Kurzzeittherapie). Wartezeiten bis zum Beginn einer Psychotherapie sind allerdings leider oft nicht zu vermeiden.

Im Verlauf der Therapie kann entschieden werden, ob das Stundenkontingent ausreicht, ob die Therapie schon vorher beendet werden kann oder noch verlängert werden soll. Mehr zum Thema Psychotherapie finden Sie auf der Website der Psychotherapeutenkammer Hessen.

Behandlungsschwerpunkte

Sie finden hier eine - nicht erschöpfende - Auswahl von Problembereichen, mit denen Therapiesuchende in meine Praxis kommen:

Besondere Schwerpunkte meiner Praxis liegen in der Psychotherapie von Menschen mit

Ich behandele Erwachsene in Einzeltherapie mit Verhaltenstherapie, biete darüber hinaus indikationsspezifische Gruppen wie z. B. Gruppentraining zur Verbesserung der sozialen Kompetenz (SKT) an. Entspannungs- (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson) sowie imaginative Verfahren zur Ressourcenaktivierung sind weitere therapeutische Angebote. Im Gespräch klären wir individuell, welche Therapiemethode indiziert ist.




Der Gruppenraum

Der Gruppenraum

EMDR

Die Psychologin Francine Shapiro entwickelte EMDR (Abkürzung für engl. Eye Movement Desensitization and Reprocessing) seit 1987 zur Therapie von Traumatisierungen. Seit 2006 ist EMDR vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als Methode zur Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen anerkannt.

EMDR geht standardisiert in acht Schritten vor, bei denen während des Wiedererinnerns an traumatisches Material eine bilaterale Hirnstimulation erfolgt: Meist geschieht dies, indem der Betroffene seine Augen rasch hin- und her bewegt und dabei einer bestimmten Fingerbewegung des Therapeuten folgt. Auch andere Formen der bilateralen Stimulation durch z.B. akustische Signale oder abwechselndes Tippen auf die Hände sind möglich.

Wie wirkt EMDR?

Nach heutigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass die wechselseitige Stimulierung der linken und der rechten Hirnhälfte die Weiterleitung und Verarbeitung traumatischer Erinnerungen bahnt und damit deren Bewältigung fördert. Auch wenn noch nicht restlos erforscht ist, auf welche Weise dies genau geschieht, so gibt es doch eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen, die die Wirksamkeit der EMDR-Methode in der Traumabearbeitung eindrucksvoll bestätigen. Eingebettet in Diagnostik, Stabilisierung und anschließende Integration des veränderten Erlebens ist EMDR als sehr effizienter Baustein einer z. B. verhaltenstherapeutischen Traumabehandlung anzusehen.

Darüber hinaus gibt es Ansatzpunkte, EMDR zur Behandlung anderer Beschwerden wie z.B. Ängste oder Schmerzen einzusetzen.

Weitere Informationen: www.emdria.de


Autogenes Training

Das Autogene Training ist ein didaktisch klar gegliedertes Verfahren zur "konzentrativen Selbstentspannung". Es wurde in den 20er Jahren aus systematischen Beobachtungen an hypnotisierten Patienten von dem Nervenarzt J.H. Schultz (1932/87) entwickelt, basiert aber im Gegensatz zur Hypnose ausschließlich auf Auto-(Selbst-) Suggestionen. Im Sinne einer Stabilisierung und Umschaltung des Vegetativums werden die unwillkürlichen Körperreaktionen beeinflußt und parasympathische Reaktionen gefördert. Die Anwendung der erlernten Übungen ermöglicht eine raschere Entspannung in Stresssituationen.


Progressive Muskelrelaxation (PMR)

Der Arzt und Physiologe E. Jacobson (1885-1976) beobachtete 1928, dass die Anspannung der Muskulatur häufig mit Unruhe, Angst und psychischer Spannung einhergeht. Die Wechselwirkungen psychischer Befindlichkeiten und muskulärer Spannung bzw. Entspannung machte er in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zur Grundlage seines systematischen Trainings, dessen Grundlage die Kontrastwahrnehmung intentional angespannter bzw. entspannter Muskelgruppen ist. Es wurde etwa zeitgleich, aber unabhängig vom Autogenen Training in den USA eingeführt. Seit 1987 ist das Verfahren im Rahmen von kassenärztlichen Behandlungen abrechnungsfähig.


Psychologische Beratung

Wenn Sie schon alles versucht haben, aber nichts zu gehen scheint, kann es hilfreich sein, psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Sie kann im Unterschied zur Psychotherapie in einem einzelnen oder mehreren Gesprächen bestehen, wenn Sie sich z. B. in einer Krise befinden, sich privat oder beruflich mit einem Problem konfrontiert sehen, sich überfordert fühlen, wenn Sie familiäre Schwierigkeiten, Liebeskummer oder Partnerschaftsprobleme haben, Lebensberatung oder ein Coaching brauchen.

Psychologische Beratungen sind keine Kassenleistungen und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Nur in Ausnahmefällen werden die Kosten von einzelnen privaten Krankenkassen übernommen. Erkundigen Sie sich bitte diesbezüglich bei Ihrer Kasse. Die Kosten für eine Beratungssitzung (50 Minuten) betragen je nach Einkommenssituation zwischen 70 und 95 €. Termine sind kurzfristig vereinbar.